Rückenprotektor -Ja, nein vielleicht ?

Sie haben überlegt sich einen Rückenprotektor zuzulegen? Hier erfahren Sie mehr zu den unterschiedlichen Schutzleveln und Protektoren!

Generell gibt es drei unterschiedliche Level bei Rücken- (und Brust) Protektoren. Die Protektoren unterscheiden sich durch die Körperbereiche, die geschützt werden und in der Fähigkeit des Protektor seinen Träger zu schützen. Alle Protektoren unterliegen einer im europäischen Mindestanforderung, der CE EN 1621-2.

Jockey-Schutzweste "Flexi Race" von USG mit dem Schutzlevel 1.

Level 1

Level 1 Protektoren sind speziell für Jockeys entwickelt, um die Anforderungen der Gewichtsbeschränkungen für zugelassene Jockeys im Rennen zu erfüllen. Da sie einen deutlich geringeren Schutz bieten als Level 2 Protektoren, sind diese Schutzwesten nicht für das normale Reiten zu empfehlen. Ein Beispiel für eine solche Schutzweste ist die „Flexi Race“ von USG (siehe Bild rechts).

Rückenprotektor von Busse entsprechend dem Schutzlevel 2.

Level 2

Bei Level 2 handelt es sich um einen Rückenprotektor mit oder ohne Schutzeinlagen im Brustbereich. Die Schutzeinlagen werden aus einem Spezialschaum gefertigt und sind meist 2-3 cm dick. Solche Protektoren lassen sich wie eine Weste angenehm unter oder über einer Jacke tragen. Diese Rückenprotektoren bieten Schutz für die Wirbelsäule, jedoch nicht für Schultern, Schlüsselbeine und Steißbein.

Sicherheitsweste von USG entsprechend dem Schutzslevel 3.

Level 3

Beim Level 3 handelt es sich um eine für den Reitsport entwickelte Form der Rückenprotektoren. Durch Einlagen im Schulter- und Seitenbereich wird der Schutz des Reiters verbessert. Diese Protektoren scheinen zunächst unbequemer als Protektoren des Levels 2. Aber nach einer Eintragephase sind auch Sie beweglicher und angenehm zu tragen . Diese Protektoren machen besonders für Reiter im Kutschsport und Vielseitigkeitsreiten Sinn, sowie für Reiter bzw. Besitzer von jungen Pferden.

Airbag-Protektor von USG im unausgelösten und ausgelösten Zustand.

Airbag-Protektoren

Einen noch besseren Schutz bieten so genannte Airbag-Protektoren wie der V-Zero-Protektoren von USG. Diese Protektoren sind mit auswechselbaren Airbag-Kartuschen ausgestattet, die bei einem Sturz ausgelöst werden und den Träger schützen. Ausgelöst wird der Airbag über eine Schnur, die mit einen Karabiner am Sattel befestigt wird. Durch den Airbag wird die komplette Wirbelsäule von Nacken bis zum Steißbein geschützt. Ebenfalls wird das Zurückklappen des Kopfes durch den Airbag verhindert. Airbag-Protektoren können mit anderen Protektoren kombiniert werden, sollten dabei jedoch immer über dem Protektor, Jacke oder ähnlichem getragen werden. Sie kosten um die 500 €, sind aber unserer Meinung nach momentan das sicherste auf dem Markt.

Aus welchem Material werden die Protektoren hergestellt ?

Die meisten Rückenprotektoren bestehen aus einem Schaumgemisch mit Memory-Funktion. Das Schaumgemisch ist temperaturabhängig und es empfiehlt sich deshalb etwas Zeit zur Anprobe von Schutzwesten mitzubringen. Durch längeres Tragen nähert sich der Protektor der Körpertemperatur an und der ganze Tragekomfort wird entfaltet.

Unser Fazit

Das Tragen von Sicherheitswesten im Reitsport ist nicht verpflichtend, kann aber durchaus eine sinnvolle Investition sein. Die Entscheidung zum Tragen einer Sicherheitsweste liegt letzten Endes beim Reiter, der Reiterin. Tatsächlich kann durch das Tragen eines Rückenprotektors das Verletzungsrisiko der Wirbelsäule stark verringert werden. Außerdem werden Prellungen stark abgeschwächt oder ganz vermieden.

Bei uns finden Sie unterschiedliche Modelle der Level 2 und 3 von unterschiedlichen Firmen wie Komperdell, Busse, Waldhausen oder USG . Bei weiteren Fragen beraten wir Sie gerne bei einem Besuch im Reitsport Falkensee !

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